Was bleibt, wenn der wichtigste Mensch geht? Brigitte Karner im EILES Podcast

Shownotes

In dieser berührenden Folge des EILES Podcast spricht Host Gert Kunze mit Schauspielerin Brigitte Karner über ihr Leben, ihre Karriere und über die große Liebe zu Peter Simonischek.

Kapitel

00:00 Intro 01:04 Brigitte Karner über ihren Weg zur Schauspielerei 04:14 Ihr blinder Vater und die Liebe zur Bühne 08:52 Erste große Erfahrungen als Schauspielerin 12:11 Tatort, Fernsehen und Theater heute 14:17 Die Liebe zu Peter Simonischek 16:37 Diagnose, Abschied und die letzten gemeinsamen Monate 19:00 Weiterleben nach dem Verlust 22:42 Neue Rollen und der Blick nach vorne

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Transkript anzeigen

00:00:00: Es kam die Diagnose.

00:00:01: Wir haben uns vom Krankenhaus hinsetzt, ich habe einen Sturm geholt und es gab Maroni grad.

00:00:06: Und sie hat das so geliebt.

00:00:07: Dann haben wir uns mit dem Sturm richtig angstoffen und haben die Maroni gegessen und dann war jemand gebeten, dass er das aufnimmt.

00:00:16: und da waren Freunde verschickt, wir lassen's jetzt krachen.

00:00:19: Obwohl wir beide nicht geglaubt haben, dass das zum Tod führt.

00:00:22: Ich hab' das bis zum Schluss nicht gegraubt!

00:00:24: Es gab nur einen Moment fünf Tage vor seinem Tod vorgesagt Kann ich dich allein lassen?

00:00:29: Also kannst du ihn nicht, den Scheißdreck.

00:00:31: Kannst mich nicht alleine lassen!

00:00:32: Ja... Aber es kann man auch nicht aufhalten.

00:00:37: Hallo und herzlich willkommen.

00:00:38: heute habe ich Brigitte Karna eine erfolgreiche Schauspielerin eingeladen.

00:00:42: Sie wird uns viel von ihren Leben erzählen besonders auch mit der Zeit mit Peter Simonicek, ihrem Ehemann Und das ist sehr berührendes Gespräch.

00:00:51: Freut euch drauf.

00:00:52: Eiles und die Abenteuer des Lebens.

00:00:54: Der Podcast

00:00:55: mit Gerd Kunze Ungeschminkt inspirierend und tiefgreifend.

00:01:04: Für eine Schauspieler bin ich meinen, das was ich jetzt so alles erlebt habe.

00:01:07: Wahnsinnig... Weißte du was richtig war?

00:01:09: Das Uneitlinien von so wahnsinnig entspannt und so wahnsinnig offen herzlich lustig!

00:01:16: Ich kenne sehr viele Schauspielerinnen die angespannt sind und irgendwie so speziell im Leben stehen aber sie kommen mal so erdig von innen raus Fein so angekommen

00:01:29: vor.

00:01:29: Das freut mich sehr, dass ich das sehe.

00:01:32: Daran arbeite ich schon mein Leben lang Ja?

00:01:35: Ich empfinde mich auch nicht als Schauspieler,

00:01:36: nämlich

00:01:37: habe immer das Ziel gehabt einen guten Weg zu gehen oder dieses Leben zu nützen für das wofür es da ist und ich glaube um sich kennenzulernen.

00:01:46: Also der Schauspiel stand ja nicht immer an erster Stelle, dass sie das werden wollten.

00:01:52: Sie kommen ja aus Völkermarkt Ecke in Kärnten, ich komme mir aus der oberen Ecke.

00:01:57: Sie kommen aus der unteren Ecken, ich komm aus Schmidal, Völkermarkt und da auch Schauspielerin zu werden ist ja wahrscheinlich so leicht?

00:02:04: Ja nein

00:02:04: das war schrecklich!

00:02:05: Meine Klavierlerin ist niedergebrochen und hat meine Eltern bekniet dass sie es nicht darf.

00:02:10: Das war schwierig.

00:02:11: Du sagst die Eltern wollten wahrscheinlich was ordentliches... Nein

00:02:13: damals war ich die erste die das wollte.

00:02:14: Dass

00:02:14: das Mädel was ordentliches lernt.

00:02:16: Und was war das das Ordentliche?

00:02:18: Aber schauen Sie es war auch schon damals nicht richtig weil meine Mutter wollte schon Schauspielerin werden Und bei mir hat sie sich ganz, ganz fest dagegen gestellt.

00:02:27: Also, was Sie jetzt fragen wegen dem ehrlich sein oder ehrlich sein?

00:02:32: Ich habe das damals schon nicht verstanden und...

00:02:35: Aber am meisten will man ja als Eltern, dass es die Kinder dann erreichen können.

00:02:39: Meine Mutter

00:02:39: hat

00:02:39: gesagt,

00:02:40: du wirst heiraten!

00:02:41: Da musst du heiraten

00:02:41: und Kinder kriegen.

00:02:42: Ich bin so alt, dass das damals war da so.

00:02:44: Ja ich komme aber auch aus der Genauzion.

00:02:46: Das ist nicht so dinges.

00:02:47: Also heiraten ...

00:02:48: Du wirst heiraten und dann wirst du Kinder kriegen, was musst du groß lernen?

00:02:51: Ich wollte dabei.

00:02:53: Ja, aber was war der erste Schritt?

00:02:55: Da war sicher ein Zwischenberuch da bevor man mit ihm... Was war der Wunsch der Eltern und was ist es geworden?

00:03:01: Meine Eltern haben nichts formuliert.

00:03:03: Ich wollte in die Mission gehen, Nonne werden und Ärztin das wollte ich.

00:03:08: wenn sie da fragen was ich wollte Da haben wir alle nur blöd gelacht und gesagt, dass das ein Blödsinn sei.

00:03:15: Und dann wollte ich lehren werden und dann wollte so vieles.

00:03:19: und dann dachte ich, nein Schauspielerin ist toll da kann ich alles machen!

00:03:23: Aber Erzieherin stand euch irgendwo drinnen?

00:03:24: Ich habe

00:03:25: Kindergartenseminar gemacht.

00:03:27: Also das Seminar ist.

00:03:28: Erzieherin nicht gearbeitet?

00:03:29: Ja,

00:03:30: aber ich habe nie gearbeitet.

00:03:31: Stellt ihr mal Erziehern nicht vor?

00:03:33: Erzieharen stellen wir so ein Freund in Rottenmayer bei Heidi vor oder so und da passt der Typ wo sie ja gar nicht.

00:03:39: Ich hab eine Beurteilung gefunden aus dem dritten Jahr, vier Jahre hat das gedacht.

00:03:44: Aus dem driten Jahr machst du schon zwei Jahre im Sommer also vor den Ferien zwei Wochen lang mit den Kindern, arbeitest du im Kindergarten und das war bei den neuen Ingriffen.

00:03:57: Und die haben geschrieben, ein nettes Mädchen alles wunderbar aber überhaupt nicht geeignet für eine Kindergärtnerin welche sie spielt ja mit den Kindern.

00:04:06: Sie sollte eher viel mehr Autorität sein.

00:04:08: Wirklich?

00:04:08: So mit dem Alter fing das an.

00:04:10: Aber

00:04:10: da ging es los.

00:04:11: oder Salzburg?

00:04:13: Naja was ging in die Richtung?

00:04:14: Nein dann habe ich beim Vater gesagt wie Schauspielerin werden.

00:04:19: Meine Mutter war dagegen und hat gesagt, mach noch ein bisschen was anderes.

00:04:22: Dann hab ich zwei Jahre Musik gemacht in Salzburg am Hofinstitut also für diese Kindergärtnerin Ausbildung eine musikalische Weiterentwicklung.

00:04:31: Und wenn du das machst und wenn du sagst Du willst es immer noch dann kommen wieder.

00:04:36: Man muss aber dazu sagen mein Vater war blind Er ist im Krieg blindet mit siebzehn.

00:04:41: Und dass der Mann so gereagert hat, das berührt mich heute noch.

00:04:45: Ich bin voller Dankbarkeit für ihn immer noch, weil es war ja eigentlich etwas was ihm seine Blindheit vor Augen geführt hat, dass er mich nicht gesehen hat auf der Bühne, was er hier dann hat.

00:04:54: Er hat dann halt immer hingehört.

00:04:56: Aber das ist halt die sensibilität die blinde Menschen haben und das auch schon ein fein Gefühl dafür, dass sie dafür geeignet sind und engagiert, also dass er am richtigen Weg ist?

00:05:06: Wenn du's dir dann beweisen, ob du es kannst oder nicht.

00:05:09: Dann kann sie noch

00:05:10: mal kommen.

00:05:11: Das ist mir jetzt auch schlüssig, warum Sie so viele Hörspiele machen.

00:05:14: Vielleicht ist das auch das?

00:05:16: Oder war das dann Zusammenhang?

00:05:17: wahrscheinlich... Sie haben recht!

00:05:18: Ja, das ist ja... Jetzt schließe ich die Spiele aus, weil sie wurden ja ausgezeichnet als Bestes und das Kapier auch nicht.

00:05:25: Als bestes Schauspielerin in einem Hör-Spiel.

00:05:28: Wie passt sowas zusammen?

00:05:30: Nein nein im ORF gibt es eine wunderbare Tradition, dass man die Schauspiele, die arbeiten das Jahr über oder immer wieder arbeiten, dass man sich dann immer wen rausnimmt und sagt diesmal wird diese Person geährt.

00:05:44: Eine Frau, ein Mann, eine Frau, einen Mann... Und dann hat es mich getroffen, worüber ich sehr glücklich war.

00:05:50: Sehr schön ja!

00:05:51: Aber dann ging's auch mal richtig aus.

00:05:52: Ich wollte einmal den Starz der Schauspieler-Karriere.

00:05:54: Das war dann zürich?

00:05:56: Zürich war Schauspilschule.

00:05:58: Der Mutter muss sich bewerben natürlich.

00:05:59: Ja, und das war toll!

00:06:00: Mein Vater hat das bezahlt.

00:06:01: Das war ja unglaublich teuer für einen Kärntner-Traffikanten.

00:06:05: Gehe ich nach Zürich, zahle ganz viel Schulgeld... ...und Züri selbst war teuer.

00:06:10: Ja es war toll.

00:06:11: Und dann habe ich aber gleich am Schauspielhaus in Züricher anfangen können.

00:06:15: Da hab' ich nur einen Geschmack gekriegt was auch ein Politikum in der Stadt war weil man gesagt hat so warum kommen so viele Österreicher nach Züri?

00:06:24: Das weiß ich noch.

00:06:24: mein Direktor hatte.

00:06:26: Ich hatte an der Schauspielschule Ärger Weil.

00:06:28: nach der zweiten Klasse fand ich die Ausbildung nicht mehr so zielführend.

00:06:35: Und das habe ich auch geäußert und das natürlich kamen nicht so toll an, dann hat er versucht meinen Engagement am Zürcher Schauspielhaus zu verhindern was ihm aber nicht gelangt.

00:06:43: also mit solchen Geschichten.

00:06:45: Aber was war da was so gestört hat?

00:06:50: Man macht am Ende des Jahres ein Theaterstück, da kommt irgendein Regisseur von außen Und er arbeitete das mit den Studenten.

00:06:59: Im ersten Jahr war es ein wunderbarer, netter Mann aus Tschechien aber er konnte nicht gut Deutsch.

00:07:05: und dann müssen sie wissen in der Schweiz meine Kollegen haben Schweizerdeutsch geredet also nicht auf der Bühne aber hatten wir Deutsch auch Probleme und es wurde ihnen angeraten neben mir Hochdeutscht zu lernen was sie nicht gemacht haben.

00:07:17: ich habe dann schweizerdeutzsch gelernt okay aber der hat das inszeniert.

00:07:22: und dann hab ich es gibt einen sehr bekannten Schweizer Regisseur Ralf Lissi.

00:07:27: Der hat so ein paar ganz bekannte Filme gemacht, einen Freund dann von mir.

00:07:31: Und ich habe gesagt bitte komm doch in die Premiere schau dir an was mache ich da?

00:07:35: Meine Eltern können nicht kommen die sind soweit weg.

00:07:37: und dann war er da kam zu mir sagt super lustig!

00:07:41: Ich habe nichts verstanden.

00:07:45: Was hast du nicht verstanden?

00:07:47: ja es war alles zu schnell das heißt In der Schweiz zu schnell.

00:07:53: Und ich habe das ja nicht gewusst, wenn ich kein Regulativ hab.

00:07:56: Dafür ist der Regisseur

00:07:57: da

00:07:58: und dann bin ich zum Direktor und hab gesagt dass es nicht gut ist.

00:08:02: Und dem zweiten Jahr war wieder so eine Nummer mit so einem ausländischen Regisseure und da haben wir halt Probleme gekriegt und er hat gleichzeitig versucht einen Buch ... Ja, der Direktor wollte sich herausnehmen und hat den Buch über Bert Brecht geschrieben Und das hat er mit uns versucht zu erarbeiten.

00:08:20: Und da bin ich dann aufgestanden und habe gesagt, ich bin nicht hier um mit Ihnen ein Buch zu schreiben sondern weil ich was lernen will.

00:08:26: Mein Vater zahlt so viel Geld dafür.

00:08:27: Ich war die einzige die Schulgeld bezahlt

00:08:29: hat.

00:08:31: Das war immer schon in mir dieser Geist!

00:08:34: Dann hat er gesagt okay ich kriege auch keinen Abschluss.

00:08:37: Wir hatten im dritten Jahr, Sie geben mir keinen Abschluss.

00:08:40: Auch wenn ich jetzt einen Engagement habe, was ja schon als Abschluss geht... Warum kamen wir jetzt da drauf?

00:08:46: Weil einfach warum gesagt hat das nicht... Also wie es begonnen

00:08:50: hat!

00:08:51: Und dann war ich da zwei Jahre und das war okay aber es war nicht zu treu weil die Christiane Hörbiger damals in Zürich war und sie hat diese Schnitzelrollen, die eigentlich ich hätte spielen müssen, hat sie gespielt, zwanzig Jahre später Und das stand dann auch in der Zeitung, dass sie gefragt haben.

00:09:09: Ich kam ihr sie nicht gut an?

00:09:10: Ich weiß gar nicht mehr warum.

00:09:12: Das

00:09:13: war total nett und warum ich das nicht spiele.

00:09:16: Sondern die Hörbegär und ja... Dann nach zwei Jahren bin ich gegangen weil ich wollte diesen Krieg nicht.

00:09:21: Ich habe Sie unglaublich geschätzt.

00:09:23: Es ist eine tolle Kollegin gewesen aber hat natürlich auch geschaut

00:09:27: wie es geht.

00:09:28: Wobei wenn Sie fragen warum ich nicht so eine typische Schauspielerin bin, das hat mit ihr zu tun!

00:09:33: Also sie war eine typische Schauspielerin.

00:09:35: Sehr... ich kenne viele Geschichten, aber die Blaue Maße ist nicht aus.

00:09:38: Nein,

00:09:38: das ist ganz egal.

00:09:39: Eine wunderbare typischen Schausprache.

00:09:41: Dann kommt so auch hoch!

00:09:42: Jetzt noch einer Frage wegen Sprachen.

00:09:43: wenn man bei der Sprache übernimmt.

00:09:44: Das sind wir ja auch als Kärntner.

00:09:46: also ich kann ja manchmal, also ich denke mal immer gerede fast schon, ich spreche fast schon ein Punkt, da hat der Deutsche manchmal und man fällt dann immer so ins Längen.

00:09:53: Freuen Sie nie ins Kärntenerische mehr oder?

00:09:56: Doch wenn ich vor Wandschafts treffe oder am Land bin

00:10:00: Dann?

00:10:00: –

00:10:00: Dann sagen die Freunde im Atrium, jetzt

00:10:02: habe ich die Kategorie.

00:10:04: Es gibt so witzige Wörter, es ist schon witzig.

00:10:08: Fahren Sie oft noch nach Kärnten oder Verwandtschaft ein bisschen besuchen?

00:10:10: Ich habe eine große Verwandschaft, die ich sehr liebe aber selten sehe.

00:10:14: Ich fahre nicht oft nach Kérnten.

00:10:19: Und dann ging es los, also mit den ersten...

00:10:22: Das

00:10:22: war nur zuerst Bühne?

00:10:25: Das

00:10:25: war Bühneteater.

00:10:26: Ja genau und ein bisschen als Gast in Deutschland, in Augsburg und so.

00:10:32: Dann kam Fernsehen.

00:10:33: Eigentlich so war das.

00:10:35: Damals gab's wahnsinnig tolle Fernsehspiele.

00:10:38: Da durfte ich viele machen.

00:10:39: Ich hab ja bis vor zehn Jahren mal gezählt über seventy-fünf Filme gemacht

00:10:47: Wahnsinn.

00:10:47: Und auch wahnsinnig viel Krimiser, von Tartat Alter die zwei... Alles was von so Kommissar, den alten Kommissaren noch, es war herrlich der Kommissare Eric Oder war großartig.

00:10:58: Aber was hat man wenn man so oft für so Krimis-Serien gebucht wird?

00:11:04: Sieht man dann einen gewissen Typus in ... Es gibt ja welche Spielen da und Mörder oder Bösen oder Lieben oder keine Ahnung.

00:11:14: Was hat man sich gesehen?

00:11:15: War das immer anders?

00:11:16: Das

00:11:16: war immer

00:11:17: anders.

00:11:18: Wissen Sie, was mich ausgezeichnet hat?

00:11:20: Dass ich so unterschiedlich oft ausgesehen habe... Ich hatte einmal Krach mit zweierisches Hören hintereinander, die gesagt haben das waren sie, aber das waren nicht.

00:11:30: Entschuldigen Sie bitte!

00:11:31: Ich weiß doch, was sich gespielt

00:11:32: hat.

00:11:33: Also ich war sehr wandelbar und davor wollte ich keine Krimis.

00:11:37: Davor gab es die Fernsehspiele, aber dann kam der Tatort.

00:11:40: Und wir haben gesagt

00:11:41: Tatort.

00:11:44: Und

00:11:44: dann war Tatort das Beste, was du kriegen konntest.

00:11:47: Weil es so tolle Rollen waren.

00:11:48: Habe ich ja ein paar gemacht und das habe ich sehr gern gemacht.

00:11:51: Nein aber immer Spezialfiguren!

00:11:53: Sie haben gefragt, was?

00:11:54: Ich hab eine bösartige Geschäftsfrau oder... ...ich habe alles gespielt.

00:12:01: Ja.

00:12:01: Ich habe eine sanfte bescheuerte Frau gespielt die glaubt dass sie das Kind, das sie im Krankenhaus geklaut hat ihres ist und kranke.

00:12:09: Ich hab alles gespürt.

00:12:10: Aber das waren noch die Zeiten.

00:12:11: also ich schau jetzt wieder.

00:12:13: Man schaut jetzt wieder Tatort, irgendwie weil das so oft ist.

00:12:16: Aber was mich so wahnsinnig nervt, dass diese Rollen nicht so sind, es geht immer um ... wie sagt man's?

00:12:22: Cyber-Grimmis.

00:12:23: Es geht immer außerordentlichs.

00:12:25: früher oder herrlich der Gärtner war der Mörder!

00:12:28: Oder die Schwiegermutter hat... Das waren so Klasse wo jeder mitgeraten hat wer war das in der Familie und wer weiß bei... Und jetzt ist es auch zu kompliziert, dass ich gar nicht mehr folgen kann.

00:12:36: Na ja so wie sich das halt überhaupt geändert hat Also dass man am Menschen bleibt und wenn man genau beobachtet drauf kommen könnte, wer sein könnte.

00:12:45: Das ist etwas Interessante.

00:12:46: Es interessiert

00:12:47: heute niemand mehr.

00:12:48: Geht

00:12:48: überhaupt nicht mal die Psyche.

00:12:49: Und wenn du einmal rausgehst, irgendwie schnell was holen in der Küche?

00:12:53: Weil es kommt gar nicht mehr mit, weil der Zusammenfeld so teuer ist... Die Charaktere!

00:12:58: Da hat man sich ja wahrscheinlich besser reinsteigen können.

00:13:00: Ja anscheinend wollen das die Leute jedenfalls, es hat sich so geändert.

00:13:03: Aber es hat sicher auch im Theater viel geändert, ich war ein alter Theatergänger.

00:13:06: aber jetzt, wenn du dich Was ist etwas?

00:13:09: Dreimal irgendwas durchliest und vorher dich schon engagierst, um mitzukommen.

00:13:13: Ich habe meiner Frau ein Pugtheater-Abo geschenkt und dann war ich beim ersten Mal mit und ich konnte überhaupt nicht.

00:13:17: Ich bin da dringend gesessen.

00:13:19: Ich kenne mir nicht aus der fraueste Mann, die schwarzen sind jetzt.

00:13:23: Dann es geht alles durcheinander.

00:13:25: Ich komme nicht mit.

00:13:25: Bin du jetzt blöd?

00:13:26: Du kommst immer mit oder?

00:13:28: Es gibt keine leichten Theater ab mehr.

00:13:30: Nein,

00:13:30: ist auch oft die Gefahr hin, dass sich jetzt ganz altmodisch und dumm klinge.

00:13:33: aber das ist nicht Theater.

00:13:35: Ich halte das für eine vorkommende falsche Entwicklung.

00:13:38: Weil ins Theater der Alltag ist schwierig genug, es ist ganz toll ins Theater zu gehen sich bilden zu dürfen ein bisschen bis hin was dazu zu lernen über andere Menschen und so aber auch etwas zu erkennen.

00:13:51: Und wenn ich in einem Theaterstück gehe von dem ich schon gehört habe dass ich schon gelesen hab und ich erkenne es gar nicht finde ich das sehr ärgerlich mag das auch nicht.

00:13:59: Das ist sehr schwierig.

00:14:02: Es geht ja um sie, aber natürlich ein großer Name darf er nicht fehlen der immer gestellt wird.

00:14:08: Peter Simonecek Lebenspartner alles mögliche und der ja leider vor drei Jahren verstorben ist hat man da eigentlich immer gesagt das ist die Frau vom großen Peter Simonicek oder war es schon?

00:14:23: Er war ja so präsent.

00:14:24: Das war ja schon eine Erscheinung.

00:14:27: Ja sehr präsente seine große Mischung.

00:14:29: am Anfang In Deutschland vor allem haben die Leute immer mich erkannt.

00:14:35: Da hat er nur Theater gemacht oder Schaubühne, das war nicht so allgemein Wissen.

00:14:40: und dann als die Filme kamen dass da jedermann kam wird es mehr und dann habe ich mich ja zurückgenommen bewusst.

00:14:46: Wirklich bewusst also wirklich?

00:14:48: Ja

00:14:48: um diese Beziehung einfach führen zu dürfen Ja, das hätte gar keinen Sinn gebracht.

00:14:53: Ich habe viele Angebote nicht angenommen bis ich halt nur noch ganz wenig bekam und war da und war auch eine Unterstützung.

00:15:00: Wir beide haben dann oft diese Rollen gefühlt mit denen er dann ganz großartig war.

00:15:06: Er war einfach so ein toller Schauspieler und ich war künstlerisch ausgelastet weil er konnte umsetzen was wir uns ausgedacht

00:15:12: haben.

00:15:13: Das ist aber großartiges.

00:15:15: Ein neuer Aspekt, also schon sehr... Großmütig sehr, dass man so was macht und sagt, ich stelle da an.

00:15:22: Gut das machen natürlich auch viele Frauen, weil sie Kinder kriegen und sagen du machst die Karriere?

00:15:26: Du bist das Arzt.

00:15:27: Nein nein,

00:15:27: das tolle war wir waren künstlerisch.

00:15:29: Ja also schon.

00:15:31: Wir waren ein wirklich gutes Paar künstlersch und wir sind ja auch zeitweise zusammen auf die Bühne gegangen mit Geschichten erzählen und so haben lustige Sachen gemacht.

00:15:40: aber das Tollste war immer ein Hierob.

00:15:42: Ich erinnere mich an Hierob am Burgtheater und das ist ja eine sehr komplizierte Rolle.

00:15:48: Und er ist ja nun gar nicht jüdisch gewesen, der kommt dann war auch für mich so ein Vergnügen, er kommt dann und ist dieser jüdische Hiob und es hardert mit allem.

00:16:01: Obwohl ich weiß wir haben am Küchentisch jede Nase besprochen und er setzt sie um und sie ist da!

00:16:07: Ich kann dann so ausrasten vor Glück.

00:16:09: also es war eine tolle Zeit auch für Ich habe nicht das Bedürfnis gehabt, in der ersten Reihe zu stehen.

00:16:15: Das hat mich nicht interessiert.

00:16:16: Es war sehr oft als zweite Reihe

00:16:20: und... Absolut okay!

00:16:21: War ich ja früher, aber ich habe das immer ein bisschen so gemacht.

00:16:24: Und jetzt ... Ja, jetzt hab' ich Zeit.

00:16:27: Jetzt kann ich wieder machen,

00:16:28: nicht mehr?

00:16:29: Das war natürlich eine große ... Also über die letzte Zeit war es sehr ... Man kann sagen, er hatte Krebs gehabt.

00:16:36: Ja es war

00:16:37: Gott sei Dank nicht lange.

00:16:38: Es

00:16:38: waren nur neun Monate nach

00:16:40: der Diagnose.

00:16:43: Das hat er sich gewünscht und das war gut so.

00:16:44: Also man konnte noch die Monate zusammen sein?

00:16:47: Ich

00:16:47: habe dann auch gar nichts gemacht.

00:16:48: Weil

00:16:49: was natürlich auch ein großes Glück ist unter Anfangszeichen ist wie jemand geht auf die Straße und ist nicht mehr da.

00:16:54: aber es ist natürlich schon eine wahnsinnig anstrengende Zeit und man lernte natürlich daraus auch sehr viel glaube ich.

00:17:00: ja.

00:17:01: Und wenn man verabschieden kann und das natürlich trotzdem... Wissen

00:17:05: Sie, was komisch ist?

00:17:06: Man kann sich trotzdem

00:17:07: nicht verabsieden.

00:17:09: Weil es kam die Diagnose und dann haben wir ein Video gemacht und Fotos und haben dir einen Freunde verschickt, haben uns vom Krankenhaus hinsetzt.

00:17:19: ich habe einen Sturm geholt den gab's gerade und es gab Maroni grad und sie hat das so geliebt.

00:17:25: Dann haben wir uns mit dem Sturm richtig angesoffen Und haben die Maroni gegessen und dann jemand gebeten, dass er das aufnimmt.

00:17:34: Da haben wir Freunde verschickt.

00:17:35: Wir lassen es jetzt krachen.

00:17:37: Obwohl wir beide nicht geglaubt haben, dass das zum Tod führt.

00:17:40: Ich habe das bis zum Schluss nicht gegraubt.

00:17:43: Ich hab jetzt etwas gefunden wo ich nachlesen konnte, dass mein Mann dann plötzlich irgendwann doch eine Ahnung hatte aber es hat er mir nicht mitgeteilt weil sie sagen verabschieden.

00:17:54: Man könnte ja sagen, wir verabSchieden uns

00:17:56: jetzt.".

00:17:57: Es gab nur einen Moment fünf Tage vor seinem Tod, wo er gesagt hat, wie kann ich dich allein lassen?

00:18:01: Also kannst du ihn nicht.

00:18:04: So ein Scheißdreck!

00:18:05: Kannst mich nicht alleine lassen.

00:18:07: Aber es kann man auch nicht aufhalten.

00:18:10: und irgendwie war das so, wie's war.

00:18:13: Und als dann... Sieh also, man hatten den Eindruck die Seele war schon weg einen Tag vorher.

00:18:19: Nur noch das Herz hat gekämpft.

00:18:21: Und in dem Moment gab es ein solches Gefühl der Liebe im Raum, da waren die Kinder da und ich sage ihnen was die Kinder haben genau so gespürt wie ich.

00:18:31: So ein Gefühl... Das war die Verabschiedung!

00:18:33: Aber nicht verbal,

00:18:36: ja?

00:18:36: Ja.

00:18:36: Wie viel man spürte ist.

00:18:38: Jetzt muss ich sagen, dass war eine der berührendsten Geschichten, die ich seit langem gehört habe, die mir sehr nahe geht.

00:18:46: Toll, also wirklich.

00:18:47: Man kann man sich sehr gebietlich vorstellen und es ist dann schwer... Ich

00:18:50: will dass die Menschen wissen wie das auch

00:18:52: ist?

00:18:52: Wie das ist!

00:18:53: Ja natürlich klar.

00:18:54: Klar, dass man die Erfahrungen macht und auch dort ist positiv für wer raus aber mittlerweile geht's oder wenn man braucht natürlich Zeit wahrscheinlich danach Auch wenn es angekündigt ist sich zu fangen alleine in der Welt wiederzustehen.

00:19:05: Wahrscheinlich hat dem gesagt... Zuerst

00:19:06: registriest du es ja gar nicht.

00:19:07: Ich

00:19:07: kann mal hervorstellen, dass die guten gemeinten Freundinnen sagen, äh Du wirst bestimmt daran kennenlernen was dir überhaupt nicht hören willst und auch nicht brauchst Nein.

00:19:17: Nein, das ist diese komischen...

00:19:20: Nein?

00:19:20: Oder?

00:19:21: Nein nicht!

00:19:23: Wie viel Zeit haben wir noch?

00:19:25: Bisschen noch fünf Minuten.

00:19:26: Es sind zehn Minuten bestimmt noch aber es ist schon so.

00:19:29: Fahrt oder nein?

00:19:30: Nein, die Fragen aber.

00:19:33: Das ist ein ganz neues Thema dass ich dann nicht beginnen würde wenn wir nicht genutzt

00:19:36: werden.

00:19:36: Ja, nein, wer reden darüber?

00:19:38: Wunderbar ja Aber

00:19:40: man mag es wirklich nicht hören.

00:19:42: also Ich muss gar nicht hören Gar nicht.

00:19:44: Aber es ist durch mein Mann entstanden, dass es jemand gab den ich nie im Leben kennengelernt hätte.

00:19:52: Den er quasi noch organisiert

00:19:54: hat

00:19:55: und ich habe jetzt zweieinhalb Jahre mit Staunen beobachtet was da alles passiert ist obwohl ich immer so gemacht hab Und das immer näher kam und ich den ganz klaren Eindruck habe Dass mein Mann gesagt hat

00:20:08: Ja

00:20:08: Das will ich noch für dich organisieren

00:20:12: Das ist das, ich bin ja sehr mit dem beschäftigt Ahnen und so weiter.

00:20:16: Wenn du in Frieden, wenn du das alles auflegst auch für deine Kinder... Und weil es gibt Leute die sagen, der Vater will dich nicht kennenlernen, ich schieße kleinen Frieden wie auch immer!

00:20:26: Und dass blockiert ist geht das nicht, aber wenn du in frieden gehst und wenn das so ist wie bei euch dann kommt das und das wird auch gesteuert und dann fließt das.

00:20:35: Es fließts und es kommt und du musst es nur annehmen und es wird geschickt.

00:20:39: Du musst ihn auf den Augen und dann wird er vielleicht zweimal geschickt, aber du musst es nehmen.

00:20:43: Es passiert nur glücklichen Menschen, das passiert wertvollen Menschen die Frieden geschlossen haben.

00:20:48: Das ist der Schöne!

00:20:49: Also einfach offen sein?

00:20:51: Das möchte man den Menschen überhaupt

00:20:52: zuhören.

00:20:53: Ist sie

00:20:54: so bedrückt hinzusehen wie viele Ängste die Menschen

00:20:56: haben und wie verklemmt

00:20:57: sie

00:20:57: sind?

00:20:59: Ja, aber er geht natürlich sicher in vielen Momenten ab.

00:21:02: Ich habe eben etwas gelesen, was mich sehr schön ist, wo mein Interview ... dass er ihnen das abgeht, dass man jemand anrufen möchte.

00:21:11: Das ist nämlich witzig, weil es mir auch bei meinen Eltern abgeht.

00:21:13: Manchmal, wo ich mir gedacht, Meiz rufe meine ... wenn wir irgendwo gut gegessen haben, da hab' ich gesagt, Meitz, ihr wird echt was dafür geben, anzurufen und zu sagen du wir essen gerade in den Talen, essen grade Fisch.

00:21:25: und meine Eltern sagen Jetzt machen wir auch Fleisch und Wein auf.

00:21:30: Den Essen gehört, jetzt machen wir das ja.

00:21:31: Und das sind die Momente glaube ich...und ich vergiss das dann immer.

00:21:36: Das

00:21:36: stimmt!

00:21:37: Es gibt da die Momentes und es gibt sie auch mit den Eltern obwohl die schon lange dort sind dass man denkt aber dann ist auch wieder so schön dass Sie da waren.

00:21:45: Schon, aber wenn wir alles Das ist der Schönste.

00:21:49: Aber dass

00:21:50: sie da waren?

00:21:51: Und weil Sie da waren, sind Sie glaube ich immer noch da!

00:21:53: Ja, das sind wir da und Sie sind absolut da ja... und das begleiten uns und passen auf von uns.

00:21:58: Wir

00:21:58: hören viel zu wenig hin.

00:22:00: Wir schon, ich glaube jetzt zwei schon.

00:22:03: Manche nicht und die tun mal endlich so leise.

00:22:04: Das letzte Mal war wieder was vor zwei Tagen, war wieder etwas, was sich unbedingt wollte und es hat nicht geklappt.

00:22:11: Inzwischen sage ich okay soll nichts sein.

00:22:14: Es ist auch im richtigen Moment wenn was nicht klappt

00:22:16: dann habe ich losgelassen Und dann war das, was ich gesucht habe da.

00:22:19: Aber ich habe gewusst es war nicht da, damit ich loslasse!

00:22:24: Und das ist schön, so zu kommunizieren.

00:22:26: Loslassen

00:22:26: auch ein eigenes Thema, ja gerne.

00:22:27: Das Lola-Prinzip, das haben wir alle mal gelesen.

00:22:29: Das war einmal das erste... Hat es damals so viel gegeben und die sind jetzt wieder vergessen?

00:22:35: Ja total, wie vergessen!

00:22:36: Aber das war damals ganz witzig, was Sie da gelesen, genau.

00:22:40: Wie schauen uns die weiteren Pläne aus?

00:22:43: Ich bin

00:22:43: froh ich habe zu drehen, ich hab Rosa Munde Pilcher gedreht in Formwell ...

00:22:50: War sie die Landschaft

00:22:51: oder?!

00:22:52: Die Landschaft ist toll und das Team ist auch ganz toll, weil sie so glücklich sind da.

00:22:57: Ist es wirklich so glücklich?

00:22:59: Weil's wirkt denn dann so glucklich!

00:23:00: Ja,

00:23:00: es war eine super

00:23:01: Erfahrung.

00:23:03: vor drei Wochen

00:23:03: bin ich zurück.

00:23:05: Wunderbare Erfahrungen.

00:23:06: Ich

00:23:06: habe auch eine schöne Rolle gehabt.

00:23:07: Was

00:23:10: ja... Hi!

00:23:11: Eine Lehrerin die ihr Leben lang Eine lesbische Liebe hatte von der niemand wussten, wissen durfte.

00:23:16: Okay.

00:23:17: Also, weil sie mich gefragt haben was wir rollen?

00:23:19: Ich bin die für die Herausforderungen also für die komischen Frauen und für die seltsamen Weiber.

00:23:24: so etwas das bin ich.

00:23:26: Super!

00:23:26: Und mache ich

00:23:28: auch gerne.

00:23:29: Es hat mir wahnsinnig Spaß gemacht.

00:23:30: Schön.

00:23:30: Das war wirklich ein Gespräch dass mich erfüllt hat.

00:23:34: Das ist schön.

00:23:35: Mich hat es auch gefreut.

00:23:37: Es war wunderschön.

00:23:38: Danke vielmals fürs Kommen.

00:23:39: Danke

00:23:40: fürs Fragen.

00:23:41: Bitte.

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