„Das habe ich noch NIE erzählt" – Peter Westenthaler über Gefängnis, Haider & Kickl | EILES Podcast
Shownotes
EILES Podcast – Peter Westenthaler: „Das habe ich noch nie erzählt"
Peter Westenthaler, bekannt aus OE24 und als ORF-Stiftungsrat, spricht mit Gert Kunze im Café Eiles über sein Leben zwischen Aufstieg, Absturz und Comeback: die Lehrjahre bei Jörg Haider, Schwarz-Blau und Knittelfeld, die BZÖ-Spaltung und den Moment, als Haider ihn 2005 zum Spitzenkandidaten überredete – für Westenthaler rückblickend sein „Lebensfehler".
Er erzählt vom Bundesliga-Prozess, von vier Monaten Gefängnis und der Fußfessel, davon, wie man in der Krise seine wahren Freunde erkennt, und warum Zeit für ihn wertvoller ist als Geld. Außerdem: seine Sicht auf die ORF-Skandale, seine Reformideen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk – und eine persönliche Aussage über Herbert Kickl, die er so noch nie öffentlich gemacht hat.
⏱️ Timestamps: 00:00 Vorschau 00:30 Intro 00:53 Begrüßung im Café Eiles 02:35 Jörg Haider als Lehrmeister – Politik-Einstieg 1987 03:37 Schwarz-Blau 2000 & Knittelfeld 06:40 Die BZÖ-Spaltung 07:09 „Mein Lebensfehler" – Spitzenkandidat 2006 08:44 Ausstieg aus der Politik & OE24 09:44 ORF-Stiftungsrat: Der Anruf von Kickl 10:47 ORF-Skandale & Zwangsabgabe 11:56 ORF privatisieren? Reformideen 14:10 Der Bundesliga-Prozess 15:03 Vier Monate Gefängnis & Fußfessel 16:05 Wahre Freunde & Existenzkampf 17:10 Zeit ist wichtiger als Geld 18:05 Regierung & Teuerung 19:35 Zukunftspläne 20:04 Kickl: „Das habe ich noch nie gesagt" 21:38 Verabschiedung
🔗 Alle Links: 🌐 Website: https://www.cafe-eiles.at/podcast 📸 Instagram: https://www.instagram.com/gert.kunze/ 📘 Facebook: https://www.facebook.com/gert.kunze.7 ▶️ YouTube: https://www.youtube.com/@EILES-PODCAST
Transkript anzeigen
00:00:00: Vier Monate war im Gefängnis und dann noch ein Monat mit Fußfessel.
00:00:03: Das wünscht man nicht einmal seinen ärgsten Gegner noch dazu, wenn man von seiner Unschuld überzeugt ist.
00:00:08: Hast du da eigentlich deine wahren Freunde erkannt?
00:00:09: Du erlebst
00:00:10: der Menschen die dich wochenlang Monate lang nicht mehr anrufen, danach dann schon wieder.
00:00:14: Schlimmste war eigentlich gar nicht so sehr das persönliche, dass ich überlebst habe, aber das wirtschaftliche war ... War sehr am Rande eigentlich der Existenz in Herbert Kickel.
00:00:22: Das war einer, der in der Zeit, was mir am schlechtesten ging, sich verabschiedet hat, sondern der da war, der sich auch gemeldet hat.
00:00:30: Hallo und herzlich willkommen!
00:00:32: Peter Westenthaler ist endlich zu mir gekommen.
00:00:35: Er hat viele tolle Perspektiven auf den ORF, Politik Hintergründe sehr spannend das Thema – ich freue mich.
00:00:53: Servus Peter, wir haben es geschafft.
00:00:55: Gast im Kaffee Eilers!
00:00:57: Du bist ja immer mega engagiert.
00:00:59: Ex-Politiker?
00:01:00: Kann man sagen ex oder bist du noch ein
00:01:02: bisschen altisch tätig?
00:01:02: Ich habe keine Funktion mehr, bin nichts mitgegeben.
00:01:05: Sei Dank wahrscheinlich.
00:01:06: Also Immobilien...
00:01:08: Ja, aber man wird selbstständig gemacht.
00:01:10: im dreizehnter Jahr ein ganz kleiner war feiner Immobilienvermittlungsfirma.
00:01:14: Und
00:01:14: BR-Berater und in den Medien natürlich und was natürlich am meisten auffällt ORF Stiftungsrat.
00:01:21: Du bist da eigentlich so ein harter Hund oder?
00:01:24: Der ausdeilen kann, der beißt sich von unten nach oben gearbeitet hat auch viele... Enttäuschungen oder das sehr viel erlebt hat in seinem Leben, aber immer wieder raufgekommen.
00:01:35: Eigentlich ziemlich dick.
00:01:36: da kann ich nicht sagen weil du bist total schlank, aber wirklich im Leben steht und du sagst immer was du denkst.
00:01:41: also man kann immer sagen wie ist der gerade Michael?
00:01:43: Der sagt manchmal ein bisschen zuviel, was ja natürlich auch gut ist überzeichnend.
00:01:48: Wie siehst du dich selbst?
00:01:50: Du hast ja schon sehr viel richtig gesagt, ich bin jemand der sich Herz auf die Zunge trägt.
00:01:54: Ich verstehe mich nicht.
00:01:55: Ich bin immer versucht in den vielen Jahren in der Politik authentisch zu bleiben weil ich glaube das ist das Erfolgsrezept.
00:02:00: Menschen, die authentisch sind und die machen zwar Fehler aber ihnen wird geglaubt und sie kommen ehrlich darüber und das ist glaube ich der Anspruch, den man hat.
00:02:08: Das hat man nicht nur genutzt sondern manchmal auch geschadet und auch in der jetzigen Position aus der Minderheit heraus, ich bin ja da in dem Stiftungsort einer von fünf und dreißig.
00:02:18: Und wenn du in einer Minderzeit bist dann musst du halt ein bisschen Elbogen-Technik anwenden oder ein bisschen lauter sein als die anderen, dass du überhaupt über den Medienrand bekommst.
00:02:25: Das mache jetzt seit zwei Jahren, das macht man riesen Freude und wir haben schon einiges im OEF auch bewirkt.
00:02:29: Ja, lustig ist ja auch Erfolg damit!
00:02:31: Aber kann man sagen, gehen wir mal ganz zurück?
00:02:35: Dein Lehrmeister ... Kann man sagen war ein Lehrmeist alter Jörg Heider.
00:02:38: Absolut, das war der Grund warum ich im Jahr nineteen siebenundachtzig überhaupt in die Politik gegangen bin.
00:02:43: Also von der Schule weg sozusagen nach der Matura habe ich ihn auch persönlich kennenlernen dürfen und es war mein großes Idol, mein Lehrmeister, den mich sehr viel zu verdanken habe der mir tatsächlich das Handwerk beigebracht hat.
00:02:55: Die sogenannte
00:02:56: Bubalpartie, wenn man jetzt diese Metaphern rausholt ... Der Kofferträger, ich meine bin ja aufgewachsen nicht mehr ... Du hast ihm ein Koffer für ihn mit gehabt?
00:03:04: Absolut!
00:03:05: Wenn du Sekretär bist, tragst du auch den Koffe.
00:03:07: oder ist es etwas ehrenvoll?
00:03:08: Hast
00:03:08: du das nie beleidigend empfunden?
00:03:11: Auch die Bubal-Partie, das habe ich nie
00:03:13: eigentlich als Großhafte
00:03:15: empfundet.
00:03:16: Sollte noch nicht gestanden werden.
00:03:17: Wir haben sehr erfolgreiche Frauen abgehoben, die Rostossaneris zum Beispiel oder die Terese erzählert.
00:03:22: vom ORF gekommen ist, also wir waren nicht nur männliche Mitarbeiter sondern es war noch sehr gute Verhandlung.
00:03:28: Und du hast ja dann von Generalsekretär Klubabmann alles durchgekauft?
00:03:34: Von FPÖ zu B-Zeitö.
00:03:36: sagen was mir wahnsinnig interessiert damals diese Knittelfeldgeschichte.
00:03:41: das war ja damals initiiert drauf in einer Regierungsschüssel.
00:03:44: Eines war das noch, quasi wo es da Hochwasser gegeben hat und dann diese Steuerreform nicht durchgezogen wurde.
00:03:50: Und dazu von Heider-Kam zu der Saneris Wasser – das kennen wir, das tragen wir nicht mit!
00:03:55: Wir machen einen Konvent.
00:03:57: Wobei der Grund für Knidelfeld oder die damalige Revolution innerhalb der Partei schon zwei Jahre vorher gelegen ist nämlich in der Regierungsbildung.
00:04:06: Wir haben damals eigentlich alle davor abgeraten.
00:04:09: Der, der tatsächlich in die Regierung wollte, war einer und das wurde Jörg Heyder.
00:04:12: Er hat gesagt, diesmal müssen wir rein.
00:04:13: Wir bekommen so eine Chance nicht noch einmal.
00:04:16: Und alle herum – auch die Boaldpartie, auch die Susanne, wie alle waren eigentlich dagegen, weil wir gemeint haben, es sollten noch einmal warten und dann aus einer Position da stärkern die Regierung
00:04:25: gehen.
00:04:26: So
00:04:26: ist es!
00:04:27: Und damals haben wir gesagt, wir müssen uns im Klaren sein wenn wir in eine Regierung gehen werden wir mittelfristig Protestfehler verlieren, die grundsätzlich keine Regierung wählen.
00:04:35: Wir wären bei Landtagswahlen nicht mehr.
00:04:36: diese tollen Ergebnisse haben getreten und nach zwei Jahren im Jahr-Zweijer-September, wo dann Knittel fällt haben halt einige der damaligen Partei die nicht zum Zuge gekommen sind in der Regierung.
00:04:47: Die Revolution angezettelt ganz geschickt eigentlich indem sie eine versprochene Steuersenkung gegen die Hochwasserhilfe gespielt haben.
00:04:57: damals war dieses furchtelige Hochwachs in Österreich und wir hatten nur die Wahl eines oder das andere, beides ging sich nicht aus finanziell.
00:05:03: Und wir haben uns für die Hochwasserobfels entschieden und da haben unsere Gegner, die Regierungsgegner hineingestochen innerhalb der FPÖ und haben gesagt Wir müssen raus aus dieser Regierung.
00:05:13: Das tut uns nicht gut.
00:05:14: und es ist ihnen auch gelungen
00:05:16: Ja, die Scheuchbrüder.
00:05:18: Aber auch in Wien waren einige am Ruder.
00:05:21: Die halt tatsächlich dann bis zum Äußersten getrieben und eigentlich eine sehr erfolgreiche Regierung.
00:05:27: Diese Regierung war zwei Jahre lang sehr erfolgreich, sehr beliebt bei den Menschen aber leider... Das hat sich
00:05:32: reingearbeitet, weil irgendwann an die Anfänge zweitausends unterirdisch die Echtung Europabyte.
00:05:39: Das
00:05:40: war damals die erste Mitte-Rechtsregierung in Europa und wurde bekämpft.
00:05:44: natürlich heute, das war kein Problem in anderen Ländern.
00:05:47: Und es war ein sehr schwieriger Start.
00:05:48: aber die zwei Jahre möchte ich nicht missen, die waren sehr intensiver, aber auch erfolgreich und wir sind in den Umfragen sehr gut gelegen, aber leider der innerparteiliche Widerstand war dann zu hoch und so sind wir zurückgetreten.
00:05:59: Aber ihr seid zurückgetreeten?
00:06:00: Nimm
00:06:00: mal den Hut und sag natürlich!
00:06:02: Genau, das ist ja berühmtes Satz.
00:06:04: So, und warst du eigentlich mit Heider entzweit in dieser Phase?
00:06:09: Wir haben immer Kontakt gehabt.
00:06:10: Wir haben uns auch ausgesprochen und wir haben gesagt, er hat seine Fehler gemacht oder meine Fehler.
00:06:15: Wir waren nie zerstritten eigentlich, sondern es war eine politische Auseinandersetzung.
00:06:20: Wo er gewusst hatte, dass er Fehler gemacht hat, er wollte bei Weitem nicht die Regierung stürzen, das wollte er persönlich sicherlich nicht.
00:06:26: Aber er hat es zugelassen und sein Fehler hätte es verhindern können oder nicht gemacht.
00:06:30: Und die nächsten Jahre waren ja dann für die fredliche Partei extrem schwierig.
00:06:34: Sie war dann nur bei elf Prozent, das ist ein Absturz, sondern dergleichen.
00:06:38: Gleichzeitig grün und spät seid ihr?
00:06:40: Ja, das war dann ein bisschen später im Jahr vier.
00:06:44: Da war ich schon gar nicht mehr dabei.
00:06:46: Das achte ich für einen schweren Fehler.
00:06:47: also wäre ich damals dabei gewesen hätte ich mich massiv dagegen ausgesprochen.
00:06:51: Die Spaltung ist ganz schlecht für beide Seiten.
00:06:54: Aber das Wort haben wir festgefahren, der Konflikt Heider gegen Strache, Strache gegen Heide.
00:06:58: Die haben sie ja nicht mehr gefunden.
00:06:59: und dann ist dieser Spaltung gekommen die tatsächlich ein historischer Fehler war.
00:07:03: Und dann gibt es weiter Pezatöre?
00:07:05: Pezatoe war dann immer zwischen gut und böse, ist dann abgestürzt auf ein Prozent... Und im Freien Stronach habe ich gerade gearbeitet, auf der Pferderin brauche ich dort Manager gewesen.
00:07:15: Einer meiner schönsten Zeiten war wirklich toll.
00:07:17: Tolle Arbeit für verdient worden, das ist klasse!
00:07:19: Auf einmal sitzt Jörg Heidein mit zwei, fünf Jahren im März in meinem Büro sehr pessimistisch, sehr gebrochen eigentlich und sagt schon wir sind bei einem Prozent ob er nicht den Spitzenkandidaten machen würde.
00:07:31: Wenn ein guter Freund dich fragt dann sagst du schwer nein und die haben mich damals überreden lassen.
00:07:34: Das war mein persönlicher Fehler, mein Lebensfehler sage ich heute Hätte ich nicht machen sollen.
00:07:40: Dann
00:07:41: kommt ein bisschen
00:07:44: Leidlkeit dazu, oder?
00:07:46: Absolut!
00:07:46: Das kannst du als Spitzenkandidat werden für die Wahl und er hat mich schon gewusst wie er mir nehmen muss weil der Jörg Heider kannte mich ja.
00:07:54: Und dass ich mich damals überreden habe lassen.
00:07:56: es war so lustig.
00:07:57: Damals noch gesagt, ich kann dir jetzt kein Ja oder Nein sagen.
00:07:59: Ich muss erst mit meinem Chef mit den Fringstronen sprechen Und da dazwischen gesagt brauchst du nicht, weil bei dem war ich gerade.
00:08:05: Der ist auch dafür.
00:08:06: Das war drüber gefahren und so kam das dann zustande.
00:08:09: Dann haben wir mit acht und krach vier Komma ein Prozent macht um zehn tausend Stimmen über den Einzug.
00:08:14: Es war halber Erfolg kein Volk aber einen halben Erfolg.
00:08:18: Aber es war am Ende eine Fehlentscheidung für mich, dass zu machen.
00:08:22: Ja.
00:08:22: Aber dann ging's ja weiter eher auf elf Prozent wieder?
00:08:24: Dann kam wieder eine Wahl.
00:08:25: Da ist der Jörg Heiler wieder angetreten auf elf prozent und dann wenige Wochen danach nach der Wahl gab es diesen fusterlichen Unfall.
00:08:32: Ja,
00:08:33: warst du mit FPÖ zerstritten bei der BZÖ?
00:08:35: Warst du jetzt wieder auf den Ticket einer FPÖ im ORF sitzt oder bist du einfach nur bestimmt von der FPÖ und hast mit denen nicht viel am Hut?
00:08:43: Ich bin
00:08:43: ja dann im Jahr zehntausend dreizehn aus der Politik gänzlich ausgeschieden.
00:08:47: ich war dann ein paar Jahre lang ganz normaler Abgeordneter und zehnteausendreizend.
00:08:51: bei der nächsten Wahl bin ich dann ausgesieden habe nicht mehr kandidiert nur meine eigene Firma gegründet in der Zwischenzeit die Immobilienkurse gemacht um diese Firma gründen zu können und wollte einen kompletten Ausstieg Und hab das eigentlich auch gemacht, dann kam der Wolfgang Fellner auf mich zu und hat mich gefragt ob er nicht bei ihm ... ein bisschen hobemäßig moderieren oder kommentieren die Politik als Experte machen möchte, das habe ich dann gemacht.
00:09:13: Mittlerweile ist es jetzt zehn Jahre her, also Josef Schapp und ich diskutieren seit zehn Jahren auf Ue-Firn-Zwarzig.
00:09:20: Macht einen Riesenspaar?
00:09:21: Er ist älter geworden,
00:09:22: du schaust als Jünger aus!
00:09:24: Ja danke,
00:09:24: er ist auch älper.
00:09:27: Aber es macht einen Riesenpaars und man ist ja da ein bissel dabei, man kann von außen ein bissle hineinmotschern.
00:09:32: Das macht einen riesen Spaß, sorgt für Populität, nutzt mir auch in meinem Beruf ehrlicherweise
00:09:38: Ja,
00:09:40: man glaubt das kaum.
00:09:42: Wie oft mal ansprochen wird!
00:09:44: Die Geschichte mit dem Stiftungsrat hat sich dann entwickelt... Da ist dann Herbert Kiekel auf mich zugekommen und hat gefragt, ob ich das nicht machen möchte.
00:09:51: Den Herbert KIEKEL kenn' ich ja ewig schon seit vielen Jahren.
00:09:54: Der war auch damals in der Heiderzeit schon dabei Und damals war diese Position zu besetzen eben vor zweieinhalb Jahren gesagt ja so nebenbei ist er ein Ehrenamt, kein bezahlter Job, sondern einen Ehrenamten.
00:10:07: Mache ich das weil Medienpolitik war immer meine große Leidenschaft unter ORF überhaupt und deswegen habe ich das jetzt gemacht.
00:10:12: einmal zwei Jahre, schauen wir wie lang es noch wird.
00:10:14: Aber
00:10:14: ORF in dem Sinn?
00:10:15: Weil dich der ORF interessiert durch den Bildungsauftrag oder weil du siehst es läuft viel schief?
00:10:19: Beides also ich hab schon auch in der aktiven Zeit im Parlament war immer der Mediensprecher und ich war ja schon mal in diesem Gremium.
00:10:26: damals war's noch das Kuratorium bei einer anderen Rechtsform war heute ist es der Stiftungsrat.
00:10:32: Es ist immer interessant zu einem Unternehmen auch ein bisschen von innen anzuschauen und die Fehlentwicklungen, die Finger auf die Wunden zu legen.
00:10:38: Und es gibt viele Fehlendwickler wie man jetzt gesehen hat die letzten Wochen.
00:10:41: was da alles aufgepoppt ist
00:10:43: Pensionsversorgung.
00:10:45: Ja, der ganze Skandale, die Zahlungen, die Gehälter und jetzt darf man nicht vergessen dass dieses Unternehmen von uns allen bezahlt wird durch die Zwangsabgabe.
00:10:56: und daher ist es auch die Verpflichtung da genauer hinzuschauen und das macht doch gewisse Freude fehlentwickeln wenn hinteran zu stellen oder skandale aufzudecken.
00:11:04: Aber du bist jetzt nicht zufrieden mit den neuen Wahlen?
00:11:07: Ich bin nicht zufrieden, weil in dieser Wahl – da geht es gar nicht um die Personen.
00:11:12: Es geht darum, dass diese Wahl so wie sie stattgefunden hat genauso wahr wie in den früheren Jahren eine parteipolitische Feinbarung ein Nebengeräusch einer Regierung, die sie ausmacht, wer dort die Jobs bekommt.
00:11:24: Das ist für einen ORF schlecht und das ist für die Zuseher sehr schlecht.
00:11:27: Und es ist dringend notwendig, das kommt jetzt im Herbst eine Grundsatzdiskussion wie man diesen ORF von Grund auf neu ausstellt.
00:11:34: Ich hoffe, es wird einiges sich ändern.
00:11:35: Aber
00:11:35: was du jetzt schon auch einmal beteiligt bei der Absetzung einer Generalsekretärin?
00:11:39: Zweimal!
00:11:39: Zwei
00:11:39: Mal bei der Lindner...
00:11:41: Also einmal weiß, einmal hinten.
00:11:42: Die bunte Koalition?
00:11:44: Absolut!
00:11:44: Ich
00:11:45: gebe es dazu... Wir
00:11:48: haben auf dem Gravier aktiver Politiker genauso mitgespielt und mache gar keinen Held daraus, habe das ja immer zugegeben.
00:11:53: Aber noch einmal ist es nicht gut für das Unternehmen.
00:11:56: der OEF sollte entweder privatisiert werden ein komplett privates Unternehmen werden dann kann die Politik überhaupt nichts mehr anstellen oder die Politik soll zumindest Verringert werden.
00:12:08: Wenn man die jetzige Rechtsform beibehält, nämlich eine Stiftung der öffentlichen Rechts-, dann muss ja im Aufsichtsrat die Bevölkerung abgebildet sein und das ist halt durch gewählte politische Parteien.
00:12:19: Das muss man auch in Kauf nehmen.
00:12:20: aber ich würde es ändern.
00:12:22: Ich würde die Mehrheit mit unabhängigen Expertenbesetzen und nur einen Teil mit Politikern.
00:12:27: Ja, aber ohne Abhängen ist es ja dann wieder jeder Gekaufe.
00:12:33: Es klingt immer gut... Aber man kann's
00:12:34: verbessern.
00:12:35: Aber es hat mit fremden Gepüren gut scheiß'n sagen
00:12:38: wir mal
00:12:40: und das kann man nicht, wie das ausgegeben wird.
00:12:42: Also glaubst du es ist schwierig zu ändern?
00:12:43: Aber es muss sich was ändern!
00:12:45: Ich bin mir sicher es wird sich nicht so viele Änderungen aus jetzt angekündigt werden Weil eine Dreiregierung immer schwierig, da muss man keinen Konsens finden.
00:12:54: Aber ich glaube schon, dass sich einige Sendern wird im ORF.
00:12:57: Das hat immer keisen früher, das ORF ist Rotfunk?
00:12:59: Ist ja noch so rot, wie er tut oder...
00:13:01: Ja, das wechselt sich
00:13:03: mit dem...
00:13:06: Es ist immer der ORF, ich würde gar nicht Rotfunkt nehmen als ein Regierungsfunk.
00:13:09: Das trifft es besser weil halt die Führungen des ORFs in den vergangenen Jahrzehnten immer von der Regierung bestellt worden sind und so gesehen gibt es dann natürlich gewisse Verpflichtungen gegenüber einer Regierung.
00:13:22: Das ist aber das, was der UEF genau nicht machen sollte.
00:13:25: Wir sind gesetzt steht, unabhängig ausgewogen und objektiv berichtend.
00:13:29: Das ist machbar, es ist gar nicht schwer.
00:13:31: Es wird nicht gemacht.
00:13:32: Neben dem Bildungsauftrag?
00:13:33: Wie viel ist das Programm überhaupt von ORF?
00:13:38: Ausbaffel.
00:13:38: Also wenn ich mal anschaue, ORF-Eins mit billigen alten Serien wird es zugepflastert.
00:13:43: ORF Eins und einen privaten Sender unterscheidet ja nichts mehr.
00:13:46: Das hat mich öffentlich rechtlich nix zu tun.
00:13:48: Ich schätze sehr ORF drei, die machen tolle Arbeit.
00:13:51: Das is wirklich öffentlich rechtlichkeit.
00:13:52: in zwei, vierundzwanzig Stunden wird jetzt eingespart, also möglicherweise sogar abgeschafft, völlig skurril.
00:13:58: Ja und in ORF II wird halt versucht öffentlich-rechtlich über Information zu machen ja auch über Kultur.
00:14:05: aber da ist auch sehr viel Luft nach oben, also da muss einiges sich verändern.
00:14:10: Du sagst du hast dir auch sehr viele Tiefschläge gehabt wenn man diese ansprechen darf so Bundesliga?
00:14:14: Absolut!
00:14:15: Wo hat der Zeit für dich?
00:14:17: Sehr harte Zeit weil ich immer
00:14:19: falsche Zeugen aussage...
00:14:21: Ich bin immer jemand sehr positiv mit viel Engagement, da macht man Fehler.
00:14:26: Allerdings muss ich ehrlicherweise zugeben das was mir bei der Bundesliga vorgehalten worden ist und ich letztlich auch eine Strafe dafür bekommen habe, das kann ich bis heute nicht nachvollziehen.
00:14:38: Ich stehe jetzt als Staatsbürger damit für den selben Vorhalt mit zwei völlig unterschiedlichen Urteilen.
00:14:44: Bin in erster Instanz überall freigesprungen geworden.
00:14:46: dann wurde dieses Aufkommen zurück verwiesen Bekannte linke Richterin in dem Land, eine Grüne.
00:14:52: Und plötzlich kriege ich für den selben Sachfall, an dem mich freigesprochen wurde, seine Verteilung.
00:14:56: Also was mache jetzt damit?
00:14:57: Das ist wie ein Lotterie in Wahrheit und da bin mir bis heute keiner Schuld bewusst.
00:15:01: Ich habe mich weder bereichert noch wo der ist.
00:15:03: Du
00:15:03: warst wirklich im Gefängnis?
00:15:04: Ich
00:15:05: war dann vier Monate im Gefächen und danach einen Monat mit Fußfessel.
00:15:10: Es ist keine schöne Zeit das wünscht man nicht einmal seinen ärgsten Gegner noch dazu wenn man von seiner Unschuld überzeugt ist.
00:15:19: Ein absolutes Fehlorteil.
00:15:20: Ich weiß, dass heute noch diese Urteile sogar auf der Universität als Beispiele herangezogen werden, was Fehlorteile sind.
00:15:30: Das
00:15:30: ist wirklich bemerkenswert weil nochmal es ist kein Schaden entstanden das hat sich niemand bereichert so festgestellt worden.
00:15:38: Aber es musste damals halt so sein, um den Peter Wessenthaler politisch umzubringen.
00:15:41: Bist
00:15:42: du da in der Situation gewachsen eigentlich als Mensch?
00:15:44: Ich meine natürlich mit allen Tiefen.
00:15:45: das muss ja Wahnsinn sein.
00:15:47: Man
00:15:47: lernt aber ganz einfach diese Erfahrung braucht man nicht.
00:15:50: Es
00:15:50: braucht
00:15:51: niemand und braucht man noch einmal nicht.
00:15:54: Sie war politisch bedingt sie war nicht nachvollziehbar Und sie ärgert mir eigentlich bis heute weil ich hier unmächtig war einem einer Politjustin.
00:16:05: Hast du deine wahren Freunde nicht erkannt?
00:16:07: Haben sie sich abgewandt und gesagt, das gehört dem eh oder sagen...
00:16:11: Da erlebst du Menschen die dich ... wochenlang, monatelang nicht mehr anrufen und danach dann schon wieder.
00:16:20: Ich habe erlebt, dass ich über damals vorher meine Firma gegründet hat, dass sich Aufträge verloren habe,
00:16:25: da kommen
00:16:25: die wirtschaftlichen Probleme dazu, du musst ja alles finanzieren, Anwälte – alles Mögliche!
00:16:29: Es wird dir nichts geschenkt.
00:16:31: Und das war damals wirtschaftlich….
00:16:33: Das Schlimmste war eigentlich gar nicht so sehr das persönliche, das Überlebsterbis.
00:16:37: Aber das Wirtschaftliche war sehr am Rande der Existenz, muss ich wirklich sagen.
00:16:42: Wirtschaftlich gesehen.
00:16:42: Ich hab's irgendwie noch geschafft.
00:16:44: wenn du glaubst es geht nicht mehr kommt von irgendwelchen Lichtlern her, bei mir war es dann auch so.
00:16:48: Ja schon, aber Familie war ja da und die ... Familie,
00:16:51: Frau Tochter bis heute stehen zu mir und das hat uns zusammengespätzt natürlich.
00:16:55: Aber das ist deine mit deiner Frau zusammen?
00:16:57: Ja, meine Frau ist jetzt Geschäftsführer in meiner Firma.
00:17:00: Und ich bin Gesellschafta und wir arbeiten gemeinsam zusammen.
00:17:03: Was hast du noch vor?
00:17:05: Also reicht das jetzt einmal mit deinem... oder sagst du halt sein... Ganz ehrlich!
00:17:08: Ich glaube, wirst Du Dich auch mal der Peter Wessenthal ein bisschen ruhiger werden oder da hast Du aber immer was zu sagen.
00:17:13: Ich bin wirklich ein Mensch, ich bin nicht so einer, der sagt die muss jetzt bis ins Heuer Alter rund um die Uhr arbeiten.
00:17:17: Ich habe schon so viel gearbeitet in meinem Leben.
00:17:19: Ich war mit siebzehnten in den Arbeitsprozess quasi eingestiegen, siebzen, achtzehn, neunzehn und wir haben damals Rund um die Uhr, jahrelang dafür gearbeitet.
00:17:27: Diese dreizehn Jahre von ... von sieben und achtzig bis zweitausend das waren meine intensivsten Lebensjahre.
00:17:33: Und ich bin jetzt schon jemand der sagt Arbeiten schon ja aber Ich bin so selbstständig dass immer Aussuch wann und mit wem?
00:17:39: Und es ist da eigentlich das schönste was wir im Leben haben können.
00:17:42: Ja über seine Zeit.
00:17:43: Das wichtigste was man im Leben hat ist Zeit.
00:17:45: Es sind nicht Geld oder Besitzrätdümer Sondern Zeit.
00:17:49: Geld nicht, genau nicht, wie du gesagt hattest Aber Zeit!
00:17:52: Das sind Zeitbudget einzuteilen.
00:17:54: Wenn ich vor einem Donnerstag in der Südstadt merke, jetzt im Sommer komme ich am Montag retturt bin.
00:17:58: Zwei Tage in Wien da arbeite ich und so ist mein Rhythmus ja.
00:18:01: Also teilen wir das schon selber ein.
00:18:03: So als politisch aufmerksamer Mensch was hältst du von der Performance der Regierung aktuell?
00:18:08: Naja natürlich nicht gut.
00:18:10: also das ist im Moment leider wie soll man sagen einen Abgesang einer guten Regierung.
00:18:15: es sind aber auch drei Parteien.
00:18:17: Das sehe ich schon um.
00:18:17: die Schwierigkeiten dass sich drei Parteien auf einen Konsens finden Es gibt ja fast in keinem anderen Land.
00:18:23: Es gibt Beispiele, aber mehr recht wie schlecht.
00:18:25: In
00:18:26: Deutschland
00:18:27: gescheiterte Ampel.
00:18:28: Also es wird auch unsere erscheitern.
00:18:30: und was jetzt passiert ist halt in Wahrheit eine Art ... Die Menschen haben immer weniger Geld zum Leben in dem Land.
00:18:38: Du wirst das vielleicht... Auch bei den Konsumenten, in denen wir die merken.
00:18:42: Es wird nicht mehr Sitzen bleiben, es wird nicht mal so viel Geld ausgegeben auch in der Gastronomie dass man für Flaschen Wein sitzen bleibt das ist ein rasches Kommen und Gehen, ein Konsumieren.
00:18:51: Also es ist schon... Da muss
00:18:52: ich jetzt mal bei sein.
00:18:53: Das ist das Absurde, man glaubt das immer.
00:18:55: Entweder laufen wir nicht so gut aber es ist wirklich so... Du hast den Vorteil.
00:18:58: Bei mir bleiben die Leute sitzen, bei mir konsumieren die Leute mehr denn je.
00:19:02: Vielleicht ist auch das Persönliche was man verkauft?
00:19:04: Die Zeiten haben sich natürlich geändert und der Einsatz ist viel mehr geworden.
00:19:10: Ich kann nur sagen, dass du Sütstein magst mit ganz Buschen schenken oder alles was da gibt.
00:19:13: dort bin ich in einem Wochenende sehr viel unterwegs Auch seit Corona, es war natürlich ein Einschnitt.
00:19:19: Aber auch jetzt den Eindruck dass die Menschen halt sehr sparen müssen das halt am Ende vom Geld noch sehr viel Monat über ist und das halt dann eben nicht beim Sitzenbleiben der Gastronomie ausgeben sondern halt für die notwenigsten Dinge.
00:19:33: Ja das ist ganz klar, da hat sich die Fansing verändert.
00:19:35: Was sagst du für Pläne?
00:19:39: Plänen ich mach, wenn ihr Mensch dir viele Pläner für die Zukunft macht, sondern ich bleibe ihm jetzt.
00:19:44: ja und was kommt, das kommt.
00:19:46: Wichtigste ist, ich schaue auf meine Gesundheit.
00:19:47: Ich mach mein Sport, schau auf meine Familie und meine Freunde.
00:19:51: Und wenn man in so einem Biotop lebt, geht es schon sehr gut.
00:19:55: Geh ins Café Alice auf dem Café.
00:19:56: Ja, das sagst du immer wieder!
00:19:58: Aber ein politisches Engagement zum Beispiel sollte es zu einem Regierungswechsel kommen.
00:20:04: Wie nahe bist du eigentlich den Freiheit hinter dem Kickel?
00:20:07: Ich kenne natürlich die Proponenten aus den früheren Jahren noch.
00:20:11: Wie gesagt, der Herr wird Kickel.
00:20:13: So übrigens einer... Das möchte ich da an der Stelle auch sagen.
00:20:16: Das war einer, der in der Zeit, wo es mir am schlechtesten ging, nicht sich verabschiedet hat, sondern der da war, dass er auch gemeldet hat.
00:20:21: Das habe ich eigentlich noch nie gesagt.
00:20:24: Aber man sagt immer, der ist irgendwie kalt oder ... Der ist schon sehr menschlich und
00:20:28: ... Aber er ist ein Mann der zweiten Reihe eigentlich?
00:20:30: Oder er ist eine nicht jessendem
00:20:31: Vordergrundsteuer?
00:20:31: Ja, er ist
00:20:33: die erste Reihe aber er füttert
00:20:36: sich ... Jedezeit hat seine Politiker sogehmer, deswegen auf deine Frage zurückzukommen Das ist eine Planung, die ich sicher nicht habe.
00:20:42: Dass ich noch mal in die Politik aktiv gehe weil jede Zeit hat ihre Politiker und ihr möchte in einer Zeit wie heute nicht in der aktiven Politik sein wo du vierundzwanzig Stunden mal sieben eigentlich online sein musst mit den ganzen Internet, Handy.
00:20:57: Es gab es damals in meiner Zeit aber nicht.
00:20:59: Du bist ja ein Getrieber.
00:21:01: Wenn du das nicht magst, bist du nicht erfolgreich und ich würde es eigentlich nicht machen.
00:21:04: Ich will auch noch Zeit in Freizeit haben mit meiner Familie.
00:21:06: Das ist
00:21:07: gut einmal zu hören, dass die Leute mal sehen was Politiker eigentlich leisten müssen.
00:21:12: Absolut!
00:21:12: Ja die Verdiener machen immer der Fährerin im Sommer nix und die müssen natürlich wenn's heim kann... Die ist
00:21:17: ernsthaft, sag ich jetzt dazu.
00:21:18: Es gibt schon andere also schon noch den Politiker-Typus, der ist mit seinem Mandat zufrieden.
00:21:23: Das Mandat ist ganz gut bezahlt und das weiß dann.
00:21:26: Aber die das Ernst meinen?
00:21:27: Die erste Reihe, die vorne stehen und die auch Funktionen haben, also beneide ich nicht um ihren Einsatz, den sie da haben, ihre Lebenszeit, die sie da leben.
00:21:37: Bitte danke für den Einblick an den Hintergrundler, der Montief in der Politik des ORFs,
00:21:44: weiter über Volk.
00:21:46: Danke, wir sehen uns!
Neuer Kommentar